Törnbeschreibung Fidschi
An Bord in Lautoka, Fidschi am 19. Oktober 2005. Schon beim Aussteigen aus dem Flugzeug weiß man, dass der Urlaub bereits begonnen hat. Es riecht nach Tropen. Bäume, Blumen, Gewürze, selbst die Luft sind anders. Wir sind ja auch auf der anderen Seite des Planeten.
Wir holen Euch am Flughafen Nandi ab und nach 30 Minuten sind wir an Bord MIZ MAE in der Vuda Point-Marina. Erstmal was Kaltes trinken, sich umschauen, einen Spaziergang machen und dann Ruhe nach dem Flug. Schluss mit Arbeit und Stress für ein paar Wochen.Unser Ziel in diesem Urlaub sind die Yasawas, eine Inselgruppe im Westen Fidschi, die schon oft die erfahrenen Weltumsegler und Taucher in ihren Bann geschlagen hat. Von 1995 bis 2000 war MIZ MAE auch in diesen Inseln zu Hause. Und es schadet wirklich nicht, wenn man sich ein wenig auskennt. Andere Sitten und Gebräuche an Land, tropisches Angebot an Früchten und Gemüse und die spannende Mischung von Indischer und Fidschianischer Kultur verlangen andere Denkweisen von Skipper und Crew. Auf dem Wasser ist es nicht anders. Viele Riffe sind schlecht oder gar nicht vermessen und man muss als Rudergänger schon den richtigen ?Riecher? und ein gutes Auge haben, um Gefahren aus dem Weg zu gehen und die besten Tauchstellen zu finden. Wir üben das nun seit über 10 Jahren und glauben Euch in diesem Abenteuerland einen einmaligen Urlaub bieten zu können.Mit diesen Gedanken legt MIZ MAE am nächsten Tag ab und wir richten den Bug gen SW nach Malolo Island. An Untiefen und Riffen vorbei fahren wir in 2 Stunden zu unserem Tauchziel, einer kleinen Insel vor Malolo am Außenriff. Je nach Erfahrung der Taucher und Wetterlage tauchen wir mehr innen oder außen in den Passagen. Großfisch, Rochen, Barrakudas, Makrelen. Aber auch viel Koralle, Nacktschnecken und Schildkröten sollten wir hier sehen. Nachmittags vor Malolo Island treffen wir befreundete andere Boote, mit denen wir nun schon fast 10.000 Meilen dies Jahr gesegelt haben. Denn wir alle kamen dies Jahr vom Panama Kanal. Genug Erzählstoff für einige Sundowners.Malolo Isl hat lange Strände, klares Wasser, ein paar Luxus Hotels und lustige Bars, inklusive der ?One Dollar Bar? direkt am Strand, wo man sein eigenes Grillfleisch oder Fisch mitbringt. Falls die Fischjäger heute erfolgreich waren! Abendspaziergang auf Malolo im Sonnenuntergang. Echt Fidschi !
Am nächsten Morgen segeln wir hinter Malolo Isl zu Mana Isl. Hier schlafen einige Yachten in der Bucht und die Hotelgäste kommen mit dem Hubschrauber. Das Riff betauchen wir vom Schlauchboot aus. Die Schnorchler kommen mit. Steile Wände und ein wenig Strömung. An Land lockt die gepflegte, doch wilde Insel, kleine Boutiquen und der schöne Strand.
Schluss mit Zivilisation, von Mana Isl rauschen wir mit Backstags-brise in die Mamanutha-gruppe. Hier gibt es keine Hotels mehr, höchstens mal eine Backpacker Unterkunft für Surfer und Taucher. Die Inseln sind dicht vom Dschungel überwuchert. Wir ankern in Buchten mit glasklarem Wasser, bewundern Fische und Schildkröten am Meeresboden.
Doch bevor wir hier an Land oder zum Tauchen gehen muss der Skipper erst einmal zum Chief/Häuptling und mit dem mitgebrachten Kava das Sevusevu erwerben. Kommt gerne mit zu dieser Zeremonie. Das obligatorische Sevusevu ist die ?Erlaubnis? sich auf der Insel und in seinen Gewässern frei zu bewegen. Ohne Schuhe auf einer Bastmatte hockend wird gemeinsam geklatscht, gesungen und erzählt. Wenn wir Glück haben gibt es anlässlich einer Hochzeit oder anderer Feste ein Meke. Das sind enorm farbenfrohe Tänze mit traditioneller Südsee-Musik. Auch wenn es hier keine der ehemals berüchtigten Kannibalen mehr gibt, wir sind eben in einer anderen Zivilisation.Schnelles, sportliches Segeln, endloses Schnorcheln, ungezählte Inseln und Inselchen. Einladungen ins Dorf, in die Schulen und Kirchen. Tauchen vom Schiff. Jeder wie er will, im eigenen Takt. Kein Schubsen, kein Drängeln. Aber wir sind auch ziemlich auf uns gestellt und Sicherheit bei allem, was wir tun muss gewährleistet sein.Bunte Inselwelt im Sonnenschein. Die Vielzahl der Riffe ist manchmal verwirrend und für die Riffeinfahrten braucht man gutes Licht. Nach ein paar Tagen sind wir in den Yasawas. Eins der besten Tauchgebiete der Welt. Und nur sehr wenige Tauchschiffe kommen so weit raus von der Hauptinsel. Aber wir haben gebunkert, können völlig unabhängig im Luxus leben. Der eigene Kompressor, ein großer Gefrierschrank, Entsalzungsanlage und eine massive Elektro-Anlage mit 230 Volt aus dem lautlosen Inverter macht dies möglich.
Lilly ist häufig an Land und nimmt Euch gerne mit. Bewaffnet mit Kamera und Rucksack durch den Busch. Fotos, Dschungel, verlassene Plantagen, rauhe Küsten und unbeschreibliche Strände. Muscheln sammeln und im Dorf Verpflegung erhandeln. So manches T-Shirt, Schuhe und Schreibmaterial wird eingetauscht gegen Früchte, Souvenirs, und Schnitzereien. Die Sitten und Gebräuche sind noch interessanter, wenn man sie erklärt bekommt. Seit 1998 im Pazifik, kennt sie sich auch mit den Gewürzen, Pflanzen und Tieren hier aus. Schon vorbelastet aus der Schweiz als Tierpflegering und mit der Flora als Familien-Hobby im Gepäck, hat Lilly richtig Spaß auch im Busch Leckereien zu finden. Hier wachsen halb-wilde Zitrusfrüchte, Chilis, Bananen, Papayas, Kokospalmen und Zuckerrohr. Hungern muss hier sicher keiner.
Waya, Naviti, Yasawas, der Klang ist so abenteuerlich wie die Reise, die uns unter und über Wasser jeden Tag staunen lässt. Bei den Strömungstauchgängen treffen wir oft Haie, schlafend am Grund, in Höhlen oder ?just cruising?. Elegante Tiere, die wir sicher nicht zu scheuen brauchen, aber unseren Respekt verdienen. Manta-Rochen dagegen sind nur groß, aber nicht gefährlich, wenn sie an uns vorbeischweben. Wer will, kann den Skipper auch beim Fischfang begleiten. Wir fangen aber immer nur so viel von einer ?häufigen? Sorte, wie wir an dem Tag auch essen können. Das hört sich einfacher an, als es ist, aber Töpfe, Pfannen und der Räucherofen an Bord zeugen auch oft genug vom Erfolg. Sushimi, Italienische Küche und Insel-Snacks wechseln sich bei uns ab. Frische Früchte machen ziemlich guten Rumpunsch!
Wenn es nicht wegen der Tide oder dem für die Riffdurchfahrten notwendigen Licht wäre, hätten wir schon lange keine Uhr mehr. Ob im Dschungel, am Strand oder unter Wasser, jeden Tag gibt es so viel Neues zu bestaunen. Kleine und große Fische muss man mit Hilfe des Buches bestimmen. Auf Sava-i-Lau schwimmen wir in Frischwasser-Höhlen, von oben scheint die Sonne durch die Löcher in der Decke. An den Wänden sind noch Inschrifften aus sehr alter zeit zu erkennen. Abends hilft der bordeigenen Laptop die Memory-Sticks der Digitalen Kameras zu entlasten. Emails nach Hause sind voller Eindrücke. Langeweile kommt nie auf. Die Crew unternimmt Sachen gemeinsam oder macht sich alleine auf die Inseln zu erkunden, die Hängematte zwischen die Palmen zu binden oder ein Riff zu erschnorcheln. Jeder im eigenen Takt, bloß keine Hektik !
Nach 10 Tagen beginnt unser Weg unter Segeln gen Süden. Die gleichen Inseln, aber andere Anker-und Tauchplätze. Erstaunlich, wie unterschiedlich Luv-und Leeseite der gleichen Inseln sein können. Andere Tiere, andere Korallen, der Strand sieht anders aus und die Dörfer sind anders angelegt um dem jeweiligen Mikro-Klima gerecht zu werden. Aber die frechen Papageien sausen jeden Tag um uns herum, zetern enorm auf dem Weg zu ihren Schlafbäumen. Die endemischen Leguane sind immer wieder ein Ereignis, sehen immer noch genauso wild aus wie ihre Urahnen.
Am 2.November hat der Spass ein Ende und wir sagen ?Auf Wiedersehen? in Lautoka, der Zucker- stadt auf der Hauptinsel Viti Levu. Wer noch bleiben möchte, kann sich sicher in dieser lebhaften Stadt eine Weile vergnügen. Im gepflegten Planters-Club geht es fast zu wie vor 200 Jahren zur Kolonialzeit. Die Märkte sind unendlich bunt, denn das Gemisch aus Indern, Chinesen, Polynesiern, Neuseeländern und Engländern mit ihren so verschiedenen Kulturen, Gewürzen und Handarbeiten ist beeindruckend. Genauso vielfältig ist Fidschis Küche. Ob am Imbiss oder im Nobel-Restaurant, hier gibt es Sachen, die wir zu Hause nicht einmal aussprechen können.
Frischer bis mäßiger Wind wird uns auf dem gesamten Törn begleiten. Viel Seegang ist nicht zu erwarten, denn wir bewegen uns die ganze Zeit in einem der größten Ringriffe der Welt. Das Tauchen und Schnorcheln hat Weltrang. Raues Wetter ist hier zu dieser Jahreszeit fast unbekannt, Seekrankheit kommt da wohl kaum auf. Das Wasser liegt um 28 Grad, die Luft um 30 Grad, die Luftfeuchtigkeit ist angenehm und die ewige Brise sorgt für Kühlung. Die Leute sind durchgehend freundlich. Kinder gackern oft um die fremden Besucher, man spricht Englisch. Geldautomaten gibt es nur in Lautoka. Kreditkarten werden in vielen Hotels und Bars genommen. Außer dem üblichen Fidschi Dollar werden manchmal auch US Dollar akzeptiert.
MIZ MAE, Lilly und Tom sind seit über 10 Jahren auf den sieben Meeren unterwegs. Das Schiff wurde konsequent für unabhängige Langfahrt gebaut und ausgerüstet. Sicheres Segeln, Tauchen, Schnorcheln und Lillys Touren an Land sind unser Markenzeichen. Dabei gibt es leckeres Essen, genug Platz für jeden Gast, gemütliches Beisammensein, lustige Strandkneipen mit eigener Band oder erholsame Einsamkeit.Genug Raum für jeden und Tropen-Urlaub. Die Mischung macht?s eben. Und die ist jedes Mal anders. Genau wie unsere Gäste. Schreibt uns Eure Wünsche, Erwartungen und Ideen, dann machen wir Euch einen Törnvorschlag. Bula Fidschi ! (Änderungen im Törnplan jederzeit möglich)
| < Zurück |
|---|