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Paradiesische Inseln im Pazifischen Ozean!

Donnerstag, den 12. November 2009 um 22:28 Uhr

Auf der anderen Seite des Globus. Noch ziemlich unberührt, eigensinnig, voller alter Kultur und Geschichte. Aber auch zahllose Inseln, Ankerbuchten, Strände voller fremder Muscheln und schmackhafter Austern. Hellblaues Wasser mit Sichtweiten um 50 Meter. Höhlen und rote Felsen. Buckelwale, Südsee-Gesänge, stolze Kirchen und große Feste, kleine Kneipen und einfache Hütten. Einfach unglaublich abwechslungsreich.

Anflug auf Vavau. Eine Flugstunde von der Hauptstadt Nukualofa. Die nördlichste von Tongas drei Inselgruppen. Lilly und Thomas holen Euch vom kleinen Flugplatz ab. MIZ MAE wartet nach 10 holperigen Taxi-Minuten zusammen mit anderen Weltumseglern in der großen, geschützten Bucht vor dem beschaulichen Örtchen. Erzählen, Auspacken, Baden, ein kaltes Bier und dann ein Rundgang im Ort. Rustikaler Markt, Kinder singen, es staubt und tutet. Es gibt eine kleine Bank, eine Post, Mini-Supermärkte und allerlei kleine Shops. Wir brauchen nicht viel, denn wir haben auf American Samoa für diese Reise aufgestockt. Aber gucken ist lustig und lehrreich. Hoch über dem Hafen sitzen wir abends beim Sundowner. Abenteuerliche Backpacker, stolze Tonganer im Bastrock, Weltumsegler, Taucher und verlorene Seelen. Hier trifft sich alles friedlich aber lautstark an einem Tresen.

Über 30 Ankerplätze gibt es alleine in dieser Inselgruppe. Alle werden wir nicht schaffen. Wir wollen schnorcheln, tauchen Mountain Bike fahren, wandern, faulenzen und lokale „Feast“ besuchen. Das Segeln zwischen diesen Inseln ist wie auf einem großen See. Überall liegen Boote versteckt, kleine Dörfer schmiegen sich in Buchten. Auf Kinuto steigen wir die roten Felsen zur Steilküste hinauf. Samtgrüne Pflanzen leuchten in der Sonne. Meterhoch donnert die Brandung in die Lavafelsen. Abends zieht der Geruch von gebratenem Schwein und Kava über den Ankerplatz. Über VHF-Radio erfahren wir täglich, wo abends was los ist. Die Vavau Gruppe ist nämlich ein sehr geselliges Örtchen. Ob beim selbst mitgebrachten Bier am Lagerfeuer oder in einer der zahllosen kleinen Strandkneipen, abends gibt es immer viel zu erzählen. Denn die Tage sind gefüllt mit Wanderungen an der Riffkante, Schnorchelgängen, Tauchsafaris und Besuchen in unter-und oberirdischen Höhlen. Auch solchen, in die man hineinschnorcheln kann. Die Taucher freuen sich an den spektakulären Unterwasserlandschaften. Ganze Schlösser und Gebirge in Gestein, überwuchert von Korallen. Während die Oberfläche ca. 26 Grad Wassertemperatur aufweist, sind es auf 20 Meter Tiefe nur noch 23 Grad. Die Riffe leben.

Einen genauen Fahrplan für die 10 Tage in Vavau wollen wir gar nicht erst aufstellen. Wir haben genug Zeit, Verpflegung, Ausrüstung und Insider-Tipps, um täglich mehrere Stellen zu besuchen. Je nach Laune, Aktivitätsbedarf und Wetter. Ein besonderer Leckerbissen sind die kleinen Rock-Oyster. Stein-Austern, fest und klein im Fleisch, ganz anders als die schlabberigen Dinger in Frankreich ! Hammer in die eine Hand, eine Zitrone in die andere, eine Flasche kalten Weißwein im Rucksack. So ziehen wir über das Riff und genießen „Austern satt“. Das glaubt Dir zu Hause kein Schwein! Die Ankerplätze sind bei den Schildkröten so beliebt wie bei den Seglern. In Ruhe können wir die Tiere beim Grasen unter Wasser beobachten. Nachts hört man manchmal die Buckelwale „singen“. Die Geräuschpalette reicht vom nachgeahmten Polizeiauto bis zu Pfeiftönen von Lilo Pulver. Wenn wir die Wale hier in der Vavau Gruppe noch nicht sehen, so wird das sicher weiter südlich in der Haapai Gruppe geschehen. Nach 10 Tagen abenteuerlichen Seglerlebens geht es früh raus an dem Tag, wo wir den Bug nach Süden richten. Am späten Nachmittag, noch bei genug Licht, wollen wir auf Haano, der nördlichsten Inseln in der Haapai-Gruppe sein. Während des Tages unter vollen Segeln haben wir vielleicht schon wieder Wale oder Delfine gesehen.

Haapai ist ganz anders als Vavau. Hier sind die Inseln niedrig, trocken, sandig und die Riffe erstrecken sich bis zu 20 km vor die Küste. Größte Vorsicht und Aufmerksamkeit ist hier bei der Navigation geboten. Vorbei sind die Steilküsten wie in Vavau, die Vulkangesteine sind nur selten zu sehen. Auch ist Haapai viel dünner bevölkert, doch wir kennen hier unsere Pappenheimer. Man muss nur an der richtigen Stelle fragen, und schon gibt es abends ein Schwein am Spieß. Dazu Palm-Herzen und frische Kokosmilch für die Drinks. Alles andere bringen wir besser selber von Bord mit. Tongas eigene Küche ist reichlich, aber nicht besonders raffiniert.

Dafür haben wir beim Sonnenuntergang meilenweite Strände ganz für uns alleine.  Artgerecht und tierlieb möchten wir die Wale treffen. Aber wir möchten auf keinen Fall in einer reihe stehen, mit denen, die den Walkindern hier das Leben schwer machen. Die Walbabys der Buckelwale werden nämlich hier im August geboren, um sich im warmen Tonga Wasser fett und rund zu futtern, damit sie in der Antarktis genug Speckschicht haben um nicht zu erfrieren. 400 Liter Milch der Mutter lässt die Babys um über 100 kg am Tag wachsen. Während dieser Zeit frisst die Mutter: Nichts ! Wenn dann rücksichtslose Boote so genannte „Geräuschvorhänge“ um die Tiere ziehen, indem sie mit ihren schnellen Motorbooten im Kreis um Mutter und Kind fahren, wird diese lebenswichtige Zeit der Wale gestört und sie gehen zu Grunde. Wir „schleichen“ uns am liebsten unter Segeln an, fahren langsam an den Tieren vorbei und lassen ihnen viel Platz nach allen Seiten. Die Chancen sind groß, dass die Tiere dann neugierig werden und ganz von selbst für eine Weile sehr nahe kommen. Wir verfolgen sie nicht, lassen ihnen ständig die Wahl abzutauchen oder weg zu schwimmen.

Da diese 27 Tonnen-Säugetiere nicht dumm sind, wissen sie das offenbar zu schätzen und gönnen uns die besten Fotos, manchmal aus weinigen Metern Entfernung. Solche Tage sind etwas ganz besonderes und einfach unvergesslich im Leben eines Tierliebhabers!  Lange Strandspaziergänge, oft unter Palmen, durch urige Dörfer und zur windigen Luvseite der Inseln wechseln sich ab mit Schnorchelgängen über Korallen-Gärten, fantastischen Steinformationen und vorbei an schillernden Fischen aller Größen und Farben. Jeden Tag machen wir ein paar Meilen Richtung Süd, halten immer wieder unterwegs. Auch in Haapai´s „Hauptstadt“ Pangai auf Lifuka. Staubige Strassen über denen die Hitze flimmert, ein paar Geschäfte und Kneipen, ein alter Fischerhafen und natürlich viele Kirchen. Erst abends, wenn es kühler wird, kommt hier leben in die Bude. Gesänge strömen aus der Kirche, die Kneipen füllen sich mit abenteuerlichen Gestalten und Seglern, die friedlich und lachend ihre wahnwitzigen Stories erzählen. Normal-Touristen gibt´s hier fast nicht. Wer hierher gereist ist, kommt von weit weg und will etwas Besonderes erleben. Wir ja auch!

Nach einer Woche Haapai mit seiner Einsamkeit, Einfachheit und unendlichen Natur lockt auch schon einmal der Gedanke an eine Eisbude, schillernde Märkte, Musik und Zivilisation. In zwei Tagestörns segeln wir mit halbem Wind nach Nukualofa, der Hauptstadt von Tonga. Nach so viel Einsamkeit und Inselleben kommt einem sogar Nukualofa vor wie eine Großstadt. Yachthafen, Autos, Kino, Restaurants, Läden, Zeitungen, Brauerei und Museum. Man wird ganz „Karussell“ ! Aber schön ist es auch, vor dem Flug noch einmal auszuspannen. Schnorchel und Tauchausrüstung wird gespült, Souvenirs gekauft. Am großen Wochenmarkt sitzen und dem bunten Treiben zuschauen. Die Reise Revue passieren lassen. Am ca. 9.Oktober müssen wir uns verabschieden. So viele Eindrücke, Kultur, Erlerntes. Ansichten, Fotos, die Wale, die Strände, ein Sack voller Muscheln für die Sammlung.  Tonga ist ein wenig wie „Pippi Langstrumpf im Takatuka Land“. Südsee pur. Auch wer schon viel gesehen hat, bekommt an Bord MIZ MAE als Weltumsegler auf Zeit die Möglichkeit wieder einen völlig neuen Urlaub zu erleben. MIZ MAE, Lilly und Thomas kennen sich aus auf Tonga. Über die Jahre haben wir hier schon häufiger einige Wochen verbracht. Davon könnt ihr profitieren, Zeit und Geld sparen und Tipps bekommen, die unter erfahrenen Seglern ausgetauscht werden. Hier seid ihr keine Touristen, ihr seid Teil der Weltumsegler-Szene. Den Unterschied hat man schnell raus. Schwierig ist nur, die Sache zu vergessen und nicht wieder an Bord zu gehen. Aber das war Absicht. Wir wollen Euch nämlich gern wieder einmal an Bord begrüßen! Segelkenntnisse werden für diesen Törn nicht vorausgesetzt. Jeder fasst so viel mit an, wie er will. Gute Kameradschaft ist bei sechs Gästen kein Zaubertrick. Ein wenig Improvisationstalent, Sportsgeist und Sinn für Humor sollte schon vorhanden sein. Die sprichwörtliche Deutsche Pünktlichkeit und Organisation findet man auf MIZ MAE und einigen anderen Schiffen sicher häufiger als an Land. Alles klappt, alles passiert, aber eben nicht gerade notwendigerweise dann, wenn man es sich wünscht. MIZ MAE wird schon in US Samoa für diesen Törn aufgebunkert und wir versprechen alles zu versuchen, um Euch reichlich und lecker zu bewirten. Daher würden wir sehr gerne sehr bald und sehr genau wissen, welche Wünsche, Vorlieben und Allergien eventuell bestehen. Wir werden unser Bestes tun Euch einen unvergesslichen Törn zu bieten. Viel Spaß Lilly und Tom!

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Aktualisiert ( Donnerstag, den 12. November 2009 um 22:34 Uhr )  

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